Anybus Defender 6019 - License type: NAT/FW

Anybus Defender 6019 - License type: NAT/FW

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HMS Industrial Networks

Industrielle Firewall und Sicherheitsrouter zur Segmentierung und zum Schutz mehrerer Bereiche eines OT-Netzwerks. Das Gerät bietet 1× WAN, 8× Gigabit-LAN-Ports und 1× SFP-Port für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindung, insgesamt also 10 physische Netzwerksegmente mit VLAN-Unterstützung. Es ist in 3 Varianten erhältlich: NAT/FW für NAT und Netzwerksegmentierung, DPI/FW mit detaillierter Prüfung der industriellen Kommunikation und IPS-Schutz oder PRO/FW mit erweiterten VPN-, Routing-, Traffic-Management- und Hochverfügbarkeitsfunktionen. More

Code: ABD6019-NATFW

2 610 EUR Exkl. MwSt. (3 105,90 EUR Inkl. MwSt.)
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HMS Industrial Networks

Industrielle Firewall und Sicherheitsrouter zur Segmentierung und zum Schutz mehrerer Bereiche eines OT-Netzwerks. Das Gerät bietet 1× WAN, 8× Gigabit-LAN-Ports und 1× SFP-Port für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindung, insgesamt also 10 physische Netzwerksegmente mit VLAN-Unterstützung. Es ist in 3 Varianten erhältlich: NAT/FW für NAT und Netzwerksegmentierung, DPI/FW mit detaillierter Prüfung der industriellen Kommunikation und IPS-Schutz oder PRO/FW mit erweiterten VPN-, Routing-, Traffic-Management- und Hochverfügbarkeitsfunktionen. More

Code: ABD6019-NATFW

Options 3

License type Code Verfügbarkeit Price Exkl. MwSt.
NAT/FW ABD6019-NATFW Delivery in 1-2 weeks
2 610 EUR
DPI/FW ABD6019-DPIFW Delivery in 1-2 weeks
3 480 EUR
PRO/FW ABD6019-PROFW Delivery in 1-2 weeks
5 075 EUR

Anybus Defender 6019

Der Anybus Defender 6019 ist eine industrielle Firewall zur Trennung und Absicherung mehrerer Maschinen, Produktionslinien und anderer Bereiche des OT-Netzwerks. Er hilft dabei, die Kommunikation zwischen einzelnen Netzwerksegmenten zu steuern, IP-Adresskonflikte zu lösen und die Ausbreitung von Sicherheitsvorfällen zu begrenzen. Je nach gewählter Variante bietet er außerdem eine detaillierte Kontrolle der industriellen Kommunikation, den Schutz anfälliger Geräte ohne erforderliche Aktualisierung, VPN sowie erweiterte Netzwerkfunktionen.

Warum Anybus Defender 6019?

  • Trennt mehrere Bereiche des Produktionsnetzwerks mit einem einzigen Gerät – 1× WAN, 8× LAN und 1× SFP ermöglichen die Arbeit mit bis zu 10 physischen Netzwerksegmenten.
  • Begrenzt die Ausbreitung von Problemen zwischen Maschinen und Produktionsbereichen – die Kommunikation zwischen den einzelnen Segmenten kann über Firewall-Regeln gesteuert werden.
  • Erleichtert die Lösung von IP-Adresskonflikten – NAT kann für einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen oder ganze Subnetze konfiguriert werden.
  • Kann in ein bestehendes Netzwerk integriert werden – eine transparente Layer-2-Firewall ermöglicht das Bridging von Schnittstellen und die Filterung der Kommunikation, ohne die IP-Adressierung ändern zu müssen.
  • Unterstützt sowohl Kupfer- als auch Glasfaserverbindungen – je nach verwendetem SFP-Modul kann der SFP-Port für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindung genutzt werden.
  • Ermöglicht die Erstellung zusätzlicher logisch getrennter Netzwerke – neben physischen Segmenten werden auch VLANs unterstützt.
  • Bietet einen Überblick über Geräte im OT-Netzwerk – die Funktion Asset Discovery & Inventory hilft bei der Identifikation angeschlossener industrieller Geräte.
  • Vereinfacht die Firewall-Konfiguration – die Weboberfläche enthält Assistenten und ermöglicht die Erstellung von Regeln direkt aus den Firewall-Logs.

Varianten des Anybus Defender 6019

Der Anybus Defender 6019 ist in drei Varianten mit derselben Hardware, aber unterschiedlichem Umfang an Sicherheits- und Netzwerkfunktionen erhältlich:

  • NAT/FW – grundlegender Schutz zur Netzwerktrennung, Steuerung der Kommunikation und IP-Adressübersetzung,
  • DPI/FW – alle Funktionen von NAT/FW + Kontrolle der industriellen Kommunikation, IPS, Schutz anfälliger Geräte ohne erforderliche Aktualisierung und VPN,
  • PRO/FW – alle Funktionen von DPI/FW + erweitertes Routing, Netzwerkverkehrssteuerung und Hochverfügbarkeit.

Vergleich der Anybus Defender Varianten

Funktion / Anwendungszweck NAT/FW
Grundschutz und Netzwerktrennung
DPI/FW
Erweiterter Schutz industrieller Netzwerke
PRO/FW
Erweiterte Netzwerkfunktionen und Hochverfügbarkeit
Verbindung von Netzwerken mit unterschiedlichen oder identischen IP-Adressen (NAT 1:1, 1:∞) ✔ ✔ ✔
Firewall mit Zustandsüberwachung bestehender Verbindungen (Stateful Firewall) ✔ ✔ ✔
Netzwerkschutz ohne Änderung der IP-Adressen (Transparent / Bridge Mode) ✔ ✔ ✔
Verwaltung von Sicherheitszertifikaten (Certificate Management) ✔ ✔ ✔
Zentrale Verwaltung mehrerer Defender (Anybus Cybersecurity Console) ✔ ✔ ✔
Automatische Erkennung und Inventarisierung von Netzwerkgeräten (Asset Discovery & Inventory) ✔ ✔ ✔
Ereignisbenachrichtigungen per E-Mail, Syslog, Telegram und Pushover ✔ ✔ ✔
Sicherer Fernzugriff für Benutzer über VPN (Remote Client VPN) — ✔ ✔
Benutzerauthentifizierung über Unternehmenskonten (RADIUS, LDAP / Active Directory) — ✔ ✔
Kontrolle industrieller Kommunikation und einfachere Regelerstellung (DPI für EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus) — ✔ ✔
Schutz anfälliger und älterer Geräte vor bekannten Angriffen ohne erforderliche Aktualisierung (IPS / Virtual Patching – Snort, Suricata) — ✔ ✔
Verbindung von Netzwerken über sichere VPN-Tunnel (WireGuard, OpenSSL, IPsec) — ✔ ✔
Automatische Vergabe von IP-Adressen und Weiterleitung von DHCP-Anfragen (DHCP Server / Forwarding) — ✔ ✔
Zeitgesteuertes Aktivieren und Deaktivieren von Regeln (Rules / Policy Scheduler) — ✔ ✔
Anmeldeseite zur Freigabe des Netzwerkzugriffs (Captive Portal) — — ✔
Erweitertes automatisches Routing zwischen Netzwerken (RIP, BGP) — — ✔
Mehrere Netzwerk- oder Internetverbindungen und Verteilung des Datenverkehrs zwischen ihnen (Load Balancing, Multi-WAN) — — ✔
Steuerung von Priorität und Bandbreite des Netzwerkverkehrs (Traffic Shaping) — — ✔
Backup-Firewall zur Reduzierung von Ausfallzeiten bei einer Störung (High Availability Redundancy) — — ✔

Anybus Defender 6019 NAT/FW

Die Variante NAT/FW ist für die Trennung einer größeren Anzahl von Maschinen, Produktionslinien und weiteren Netzwerksegmenten, die Steuerung der Kommunikation zwischen ihnen und die Lösung von IP-Adresskonflikten vorgesehen.

Sie umfasst eine Stateful Firewall, NAT, transparenten Bridge-Betrieb, Zertifikatsverwaltung, Asset Discovery & Inventory sowie Unterstützung für die zentrale Verwaltung. Dank der größeren Anzahl physischer Schnittstellen eignet sie sich beispielsweise zur Trennung mehrerer Maschinen oder Produktionszellen mit einem einzigen Sicherheitsgerät.

Typische Anwendungen sind die Segmentierung größerer Produktionsbereiche, die Trennung mehrerer Produktionszellen oder die Verbindung von Geräten und Netzwerken mit identischen oder sich überschneidenden IP-Adressen.

Anybus Defender 6019 DPI/FW

Die Variante DPI/FW enthält alle Funktionen von NAT/FW und erweitert diese um die detaillierte Kontrolle der industriellen Protokolle EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus. Die Firewall bewertet damit nicht nur IP-Adressen und Ports, sondern kann auch die industrielle Kommunikation selbst kontrollieren.

Der integrierte Datenverkehrsanalysator mit automatischer Lernfunktion hilft dabei, die verwendete industrielle Kommunikation zu erkennen und die Erstellung von Regeln zu vereinfachen. Die IPS-Systeme Snort und Suricata können bekannte Bedrohungen erkennen und beispielsweise ältere PLCs, HMIs und andere anfällige Geräte schützen, ohne dass ein Patch direkt auf dem Gerät installiert werden muss (Virtual Patching). Anpassbare Signaturen werden ebenfalls unterstützt.

DPI/FW unterstützt außerdem Remote-VPN-Zugriff, sichere VPN-Tunnel über WireGuard, OpenSSL und IPsec, Benutzerauthentifizierung über RADIUS und LDAP / Active Directory, DHCP-Server und Weiterleitung von DHCP-Anfragen sowie zeitgesteuerte Regeln.

Die Variante DPI/FW eignet sich für Anwendungen, bei denen Netzwerktrennung und normale Kommunikationsfilterung allein nicht ausreichen und zusätzlich eine detailliertere Kontrolle des industriellen Datenverkehrs, der Schutz anfälliger Geräte oder ein sicherer Fernzugriff erforderlich sind.

Anybus Defender 6019 PRO/FW

Die Variante PRO/FW enthält alle Funktionen von DPI/FW und erweitert diese um erweitertes Routing, Netzwerkverkehrssteuerung und Hochverfügbarkeit.

Sie unterstützt die Routing-Protokolle RIPv1, RIPv2 und BGPv4, Load Balancing, Multi-WAN und Traffic Shaping. Dadurch lassen sich Datenwege, die Nutzung mehrerer Netzwerkverbindungen, Bandbreite und Priorität des Netzwerkverkehrs steuern.

Zur Variante PRO/FW gehört außerdem ein Captive Portal, mit dem eine Benutzeranmeldung verlangt werden kann, bevor der Zugriff auf das geschützte Netzwerk freigegeben wird.

Zwei Geräte können im Active-Standby-Hochverfügbarkeitsbetrieb eingesetzt werden. Fällt die aktive Einheit aus, kann der Backup-Defender ihre Funktion übernehmen und so das Risiko einer Unterbrechung der Netzwerkverbindung reduzieren.

Die Variante PRO/FW eignet sich für größere OT-Netzwerke und Anwendungen, bei denen der Schutz industrieller Kommunikation mit erweitertem Routing, Netzwerkverkehrssteuerung und Hochverfügbarkeit kombiniert werden muss.

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Defender-Auswahl besprechen

Trennung mehrerer physischer und logischer Netzwerke

Der Anybus Defender 6019 ist mit einem Gigabit-WAN-Port, acht Gigabit-LAN-Ports und einem SFP-Port für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindung ausgestattet. Insgesamt kann er mit bis zu 10 physischen Netzwerksegmenten arbeiten. Mithilfe von VLANs lassen sich zusätzliche logisch getrennte Bereiche des Netzwerks erstellen.

Er eignet sich für Anwendungen, bei denen mit einem einzigen Sicherheitsgerät eine größere Anzahl von Maschinen, Produktionszellen oder anderen Bereichen der OT-Infrastruktur getrennt werden muss. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Segmenten kann über eigene Sicherheitsregeln gesteuert werden.

Firewall und Steuerung der Netzwerkkommunikation

Der Anybus Defender 6019 verwendet eine Stateful Firewall und ermöglicht eine präzise Steuerung der Kommunikation zwischen angeschlossenen Netzwerksegmenten. Das Prinzip „Was nicht erlaubt ist, ist verboten“ beschränkt die Kommunikation auf Verbindungen, die ausdrücklich durch konfigurierte Regeln freigegeben wurden.

Er kann beispielsweise zur Trennung von Produktions- und Unternehmensnetzwerken, zur Einschränkung der Kommunikation zwischen einzelnen Maschinen oder zur Steuerung des Zugriffs auf ausgewählte Bereiche der Anlage eingesetzt werden.

Regeln können mithilfe der Funktion One-Click Easy Rule direkt aus den Firewall-Logs erstellt werden. Mit Floating Rules lassen sich gemeinsame Regeln über mehrere Netzwerkschnittstellen hinweg anwenden.

NAT und transparenter Betrieb

Die vereinfachte NAT-Konfiguration ermöglicht die Einrichtung der Adressübersetzung für einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen oder ganze Subnetze. NAT kann beispielsweise verwendet werden, wenn Teile einer Anlage mit unterschiedlicher oder konfliktbehafteter IP-Adressierung verbunden werden sollen.

Der Defender unterstützt außerdem eine transparente Layer-2-Firewall. Schnittstellen können als Bridge verbunden und die Kommunikation zwischen ihnen gefiltert werden, ohne dass Routing zwischen unterschiedlichen IP-Subnetzen erforderlich ist.

Vergleich der Anybus Defender Bridge-Konfiguration ohne Änderung der IP-Adressen und Gateway/NAT-Konfiguration zur Netzwerktrennung Vergleich der Anybus Defender Bridge-Konfiguration ohne Änderung der IP-Adressen und Gateway/NAT-Konfiguration zur Netzwerktrennung

Kupfer- und Glasfaserverbindungen

Neben neun Gigabit-RJ45-Ports ist der Anybus Defender 6019 mit einem SFP-Port ausgestattet. Je nach verwendetem SFP-Modul kann dieser für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaser-Netzwerkverbindung genutzt werden.

Eine Glasfaserverbindung eignet sich beispielsweise zwischen weiter voneinander entfernten Schaltschränken oder Produktionsbereichen, in denen eine optische Verkabelung vorteilhafter ist.

Überblick über Geräte im OT-Netzwerk

Die Funktion Asset Discovery & Inventory erkennt und identifiziert Geräte in den angeschlossenen industriellen Netzwerken. Je nach verfügbaren Informationen kann sie beispielsweise Hersteller, Gerätetyp, Softwareversion und Update-Stand anzeigen.

Das Ergebnis enthält außerdem eine Bewertung der Identifikationsgenauigkeit. Die Funktion hilft dabei, einen Überblick über die tatsächlich angeschlossenen Geräte zu erhalten und unbekannte oder unerwartete Komponenten im OT-Netzwerk zu erkennen.

Weboberfläche und Verwaltung

Die Konfiguration erfolgt direkt im Webbrowser über die integrierte Weboberfläche. Für gängige Anwendungsfälle sowie die Konfiguration von Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen stehen Assistenten zur Verfügung.

Regeln können mithilfe der Funktion One-Click Easy Rule direkt aus den Firewall-Logs erstellt werden, während Floating Rules über mehrere Schnittstellen hinweg angewendet werden können. Darüber hinaus stehen Diagnosewerkzeuge zur Überwachung und Analyse des Netzwerkverkehrs zur Verfügung.

Für die Integration in übergeordnete Systeme steht eine REST API zur Verfügung. Für Wartungsarbeiten ist außerdem eine Kommandozeile über SSH oder die lokale Konsole verfügbar. Mehrere Anybus Defender Geräte können optional über die zentrale Anybus Cybersecurity Console verwaltet werden.

Online-Dokumentation

Für die Konfiguration und Nutzung der Funktionen des Anybus Defender steht die Online-Dokumentation des Herstellers zur Verfügung. Sie enthält Informationen zu Installation, Firewall-Konfiguration, NAT, DPI, VPN, Routing und weiteren Funktionen je nach Modell und Variante.

Anybus Defender Online-Dokumentation öffnen →

Technische Daten

Netzwerkschnittstellen und Anschluss

  • WAN: 1× RJ45, Gigabit-Ethernet
  • LAN: 8× RJ45, Gigabit-Ethernet
  • SFP: 1× SFP für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindung, abhängig vom verwendeten Modul
  • Anzahl physischer Netzwerksegmente: bis zu 10
  • VLAN: ja, zur Erstellung zusätzlicher logisch getrennter Netzwerksegmente
  • Transparente Firewall: Filterung der Kommunikation auf Layer 2 mit der Möglichkeit, Schnittstellen im Bridge-Betrieb zu verbinden

NAT und IP-Adressübersetzung

  • NAT-Konfiguration: vereinfachte Einrichtung für einzelne IP-Adressen, mehrere IP-Adressen oder ganze Subnetze
  • NAT-Anwendung: Verbindung von Netzwerken mit unterschiedlicher oder konfliktbehafteter IP-Adressierung
  • Transparenter Betrieb: Schnittstellen können gebridged und die Kommunikation gefiltert werden, ohne dass Routing zwischen unterschiedlichen IP-Subnetzen erforderlich ist

Firewall und Kommunikationsfilterung

  • Firewall-Typ: Stateful Firewall
  • Standard-Sicherheitsregel: Kommunikation ist blockiert, sofern sie nicht ausdrücklich durch konfigurierte Regeln freigegeben wird
  • One-Click Easy Rule: Erstellung einer Regel direkt aus den Firewall-Logs
  • Floating Rules: gemeinsame Regeln, die über mehrere Netzwerkschnittstellen hinweg angewendet werden können
  • Transparente Filterung: Filterung des Datenverkehrs zwischen gebridgten Schnittstellen auf Layer 2

Geräteerkennung im OT-Netzwerk

  • Funktion: Asset Discovery & Inventory
  • Zweck: Erkennung, Abfrage und Identifikation von Geräten im industriellen Netzwerk
  • Ermittelte Informationen: je nach Verfügbarkeit Hersteller, Gerätetyp, Softwareversion und Update-Stand
  • Ausgabe: Übersicht der gefundenen Geräte einschließlich Bewertung der Identifikationsgenauigkeit

Konfiguration und Verwaltung

  • Konfiguration: integrierte Weboberfläche
  • Einrichtungsassistenten: ja, für typische Anwendungsfälle
  • Regelerstellung: manuell oder mithilfe von One-Click Easy Rule direkt aus den Firewall-Logs
  • Diagnose: Werkzeuge zur Überwachung und Analyse des Netzwerkverkehrs
  • Zentrale Verwaltung: optional über die Anybus Cybersecurity Console

Funktionen der Variante NAT/FW

  • Stateful Firewall: ja
  • NAT: ja
  • Routing: ja
  • Transparente Layer-2-Firewall: ja
  • VLAN: ja
  • Asset Discovery & Inventory: ja
  • Zentrale Verwaltung: Unterstützung der optionalen Anybus Cybersecurity Console

Erweiterte Funktionen der Varianten DPI/FW und PRO/FW

  • Deep Packet Inspection (DPI): detaillierte Kontrolle unterstützter industrieller Kommunikation
  • Automatisches Lernen des Datenverkehrs: Analyse der industriellen Kommunikation zur Reduzierung der manuellen Regelerstellung
  • Intrusion Protection System (IPS): integrierte Technologien Snort und Suricata
  • Virtual Patching: Schutz von Geräten vor bekannten Methoden zur Ausnutzung von Schwachstellen
  • IPS-Signaturen: Möglichkeit zur Anpassung der Signaturen
  • VPN: abhängig von der gewählten Lizenz für sicheren Fernzugriff und die Verbindung von Netzwerken verfügbar

Erweiterte Funktionen der Variante PRO/FW

  • VPN: WireGuard, OpenSSL und IPsec
  • Routing-Protokolle: RIPv1, RIPv2 und BGPv4
  • Traffic Shaping: Steuerung des Netzwerkverkehrs und der Bandbreitennutzung
  • Hochverfügbarkeit: redundante Konfiguration von zwei Geräten im Active-Standby-Betrieb

Stromversorgung

  • Versorgungsspannung: 24 VDC
  • Maximale Stromaufnahme: 1.100 mA bei 24 VDC
  • Maximale Leistungsaufnahme: 26,4 W

Mechanische und Betriebsdaten

  • Abmessungen (B × H × T): 69,6 × 179,7 × 140,4 mm
  • Gewicht: 1.270 g
  • Gehäusematerial: Metall
  • Kühlung: passiv, lüfterlos
  • Schutzart: IP20
  • Betriebstemperatur: 0 bis +50 °C bei voller CPU-Auslastung, bis zu +60 °C bei typischer Auslastung
  • Montage: DIN-Schiene gemäß EN 50022

Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Anybus Defender 6019

Einsatz und Anschluss

Was ist der Anybus Defender 6019 und wofür wird er eingesetzt?

Der Anybus Defender 6019 ist eine industrielle Firewall und ein Sicherheitsrouter zur Trennung und zum Schutz mehrerer Maschinen, Produktionslinien und anderer Bereiche des OT-Netzwerks. Er ermöglicht die Steuerung der Kommunikation zwischen Netzwerksegmenten, den Einsatz von NAT, die Erstellung getrennter Netzwerke und die Begrenzung der Ausbreitung von Sicherheitsvorfällen.

Wie können mehrere Maschinen oder Bereiche eines Produktionsnetzwerks mit einer einzigen Firewall getrennt werden?

Der Anybus Defender 6019 verfügt über 1× WAN, 8× LAN und 1× SFP und ermöglicht damit die Erstellung von bis zu 10 physischen Netzwerksegmenten. Mithilfe von VLANs können außerdem zusätzliche logisch getrennte Netzwerke erstellt und die Kommunikation zwischen ihnen über Firewall-Regeln gesteuert werden.

Wie können Maschinen vom Unternehmensnetzwerk getrennt und nur die erforderliche Kommunikation zugelassen werden?

Der Anybus Defender 6019 ermöglicht die Aufteilung des Netzwerks in separate Segmente und die Festlegung über Firewall-Regeln, welche Kommunikation zwischen diesen Segmenten zulässig ist. So können beispielsweise nur die erforderlichen Verbindungen zwischen Maschinen, Produktionsnetzwerk und übergeordneten Systemen freigegeben und alle anderen Verbindungen blockiert werden.

Wie kann ein bestehendes Netzwerk abgesichert werden, ohne die IP-Adressen der Geräte zu ändern?

Der Anybus Defender 6019 unterstützt eine transparente Layer-2-Firewall. Im Bridge-Betrieb können Netzwerkschnittstellen verbunden und die Kommunikation zwischen ihnen gefiltert werden, ohne die IP-Adressierung der angeschlossenen PLCs, HMIs und anderen Geräte ändern zu müssen.

Wie kann ein Teil eines industriellen Netzwerks über Glasfaser angebunden werden?

Der Anybus Defender 6019 verfügt zusätzlich zu den Ethernet-Ports über 1× SFP. Je nach verwendetem SFP-Modul kann dieser für eine zusätzliche RJ45- oder Glasfaser-Netzwerkverbindung genutzt werden.

Auswahl der Variante nach Anwendungsfall

Was ist der Unterschied zwischen Anybus Defender 6019 NAT/FW, DPI/FW und PRO/FW?

Der Anybus Defender 6019 NAT/FW bietet Firewall, NAT, Netzwerksegmentierung, VLAN und transparente Layer-2-Filterung. Der Anybus Defender 6019 DPI/FW ergänzt Deep Packet Inspection für industrielle Protokolle sowie IPS mit Virtual Patching. Der Anybus Defender 6019 PRO/FW erweitert die Funktionen zusätzlich um VPN, erweitertes Routing, Traffic Shaping und Hochverfügbarkeit.

Wie können Maschinen oder Netzwerke mit identischen oder sich überschneidenden IP-Adressen verbunden werden?

Der Anybus Defender 6019 unterstützt NAT für einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen und ganze Subnetze. Er kann daher beispielsweise beim Anschluss wiederkehrender Maschinen mit identischer oder sich überschneidender IP-Adressierung eingesetzt werden, ohne die Adressen direkt in den angeschlossenen Geräten ändern zu müssen. Für normales NAT und die Netzwerksegmentierung ist die Variante Anybus Defender 6019 NAT/FW ausreichend.

Wie können nicht nur IP-Adressen und Ports, sondern auch industrielle Kommunikationsinhalte kontrolliert werden?

Der Anybus Defender 6019 DPI/FW und der Anybus Defender 6019 PRO/FW unterstützen Deep Packet Inspection (DPI) für gängige industrielle Protokolle. Dadurch kann der Defender industrielle Kommunikation detaillierter als eine herkömmliche Firewall kontrollieren und aus dem tatsächlichen Netzwerkverkehr lernen, was die Erstellung von Sicherheitsregeln erleichtert.

Wie können ältere PLCs oder HMIs geschützt werden, die nicht mehr aktualisiert werden können?

Der Anybus Defender 6019 DPI/FW und der Anybus Defender 6019 PRO/FW enthalten ein auf Snort und Suricata basierendes IPS und unterstützen Virtual Patching. Mithilfe von Sicherheitssignaturen kann der Defender bekannte Methoden zur Ausnutzung von Schwachstellen blockieren, bevor schädliche Kommunikation das geschützte Gerät erreicht.

Wie lässt sich ein sicherer Fernzugriff bereitstellen oder Produktionsnetzwerke an verschiedenen Standorten verbinden?

Der Anybus Defender 6019 PRO/FW unterstützt VPN über WireGuard, OpenSSL und IPsec. Er kann daher sowohl für sicheren Fernzugriff als auch für verschlüsselte Verbindungen zwischen industriellen Netzwerken an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden.

Wie lässt sich eine hohe Verfügbarkeit der Firewall in einem industriellen Netzwerk sicherstellen?

Der Anybus Defender 6019 PRO/FW ermöglicht den Einsatz von zwei Geräten in einer Active-Standby-Konfiguration. Fällt der aktive Defender aus, kann das Backup-Gerät seine Funktion übernehmen. Dies eignet sich für Netzwerke mit hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit.

Wie können Datenverkehr und Routing zwischen mehreren industriellen Netzwerken gesteuert werden?

Der Anybus Defender 6019 PRO/FW bietet erweitertes Routing einschließlich der Protokolle RIPv1, RIPv2 und BGPv4 sowie Traffic Shaping. Er eignet sich für größere OT-Netzwerke, in denen neben der Absicherung auch Routing und Netzwerkverkehr gesteuert werden müssen.

Firewall, NAT und Netzwerkübersicht

Wie lassen sich Regeln für eine industrielle Firewall einfach erstellen?

Der Anybus Defender 6019 ermöglicht die manuelle Erstellung von Regeln oder deren direkte Erstellung aus den Firewall-Logs mithilfe der Funktion One-Click Easy Rule. Mit Floating Rules lassen sich gemeinsame Regeln über mehrere Netzwerkschnittstellen hinweg anwenden.

Wie funktioniert NAT bei der industriellen Firewall Anybus Defender 6019?

Der Anybus Defender 6019 bietet eine vereinfachte NAT-Konfiguration für einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen und ganze Subnetze. NAT kann beispielsweise beim Anschluss von Maschinen oder Anlagenteilen mit identischer oder sich überschneidender IP-Adressierung eingesetzt werden.

Wie lässt sich feststellen, welche Geräte mit dem industriellen Netzwerk verbunden sind?

Der Anybus Defender 6019 enthält die Funktion Asset Discovery & Inventory zur Erkennung und Identifikation von Geräten im Netzwerk. Je nach verfügbaren Informationen kann sie beispielsweise Hersteller, Gerätetyp, Softwareversion und Update-Stand einschließlich einer Bewertung der Identifikationsgenauigkeit anzeigen.

Wie können mit VLANs mehrere getrennte Netzwerke erstellt werden?

Der Anybus Defender 6019 unterstützt VLANs, sodass zusätzlich zu bis zu 10 physischen Netzwerksegmenten weitere logisch getrennte Netzwerke erstellt werden können. Die Kommunikation zwischen diesen Netzwerken kann anschließend über Firewall-Regeln gesteuert werden.

Konfiguration und Verwaltung

Wie wird der Anybus Defender 6019 konfiguriert?

Der Anybus Defender 6019 wird über die integrierte Weboberfläche konfiguriert. Für typische Anwendungsfälle stehen Assistenten sowie Firewall-Logs zur Verfügung, aus denen mithilfe der Funktion One-Click Easy Rule direkt Regeln erstellt werden können.

Wie können mehrere Anybus Defender Firewalls zentral verwaltet werden?

Mehrere Anybus Defender Geräte können optional über die Anybus Cybersecurity Console zentral verwaltet werden. Die zentrale Verwaltung eignet sich beispielsweise beim Einsatz mehrerer Defender an Maschinen, Produktionslinien oder in verschiedenen Bereichen eines Werks.