- Cybersicherheit
- Sicherheit von OT-Netzwerken
- Anybus Defender 6024
Anybus Defender 6024 - License type: NAT/FW
Industrielle Firewall und Sicherheitsrouter zur Segmentierung und zum Schutz von Maschinen, Produktionslinien und weiteren Bereichen eines OT-Netzwerks. Das Gerät bietet 1× WAN, 3× Gigabit-LAN-Ports und 2× SFP-Ports für zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindungen, insgesamt also 6 physische Netzwerksegmente, und unterstützt VLANs. Es ist in 3 Varianten erhältlich: NAT/FW für NAT und Netzwerksegmentierung, DPI/FW mit detaillierter Prüfung der industriellen Kommunikation und IPS-Schutz oder PRO/FW mit erweiterten VPN-, Routing-, Traffic-Management- und Hochverfügbarkeitsfunktionen. More
Code: ABD6024-NATFW
Industrielle Firewall und Sicherheitsrouter zur Segmentierung und zum Schutz von Maschinen, Produktionslinien und weiteren Bereichen eines OT-Netzwerks. Das Gerät bietet 1× WAN, 3× Gigabit-LAN-Ports und 2× SFP-Ports für zusätzliche RJ45- oder Glasfaserverbindungen, insgesamt also 6 physische Netzwerksegmente, und unterstützt VLANs. Es ist in 3 Varianten erhältlich: NAT/FW für NAT und Netzwerksegmentierung, DPI/FW mit detaillierter Prüfung der industriellen Kommunikation und IPS-Schutz oder PRO/FW mit erweiterten VPN-, Routing-, Traffic-Management- und Hochverfügbarkeitsfunktionen. More
Code: ABD6024-NATFW
Anybus Defender 6024
Der Anybus Defender 6024 ist eine industrielle Firewall und ein Sicherheitsrouter zur Trennung und Absicherung von Maschinen, Produktionslinien und anderen Bereichen des OT-Netzwerks. Er hilft dabei, die Kommunikation zwischen Netzwerksegmenten zu steuern, IP-Adresskonflikte zu lösen und die Ausbreitung von Cyberbedrohungen zu begrenzen. Je nach gewählter Variante bietet er außerdem eine detaillierte Kontrolle industrieller Protokolle, den Schutz anfälliger Geräte ohne erforderliche Aktualisierung, VPN und erweiterte Netzwerkfunktionen.
Warum Anybus Defender 6024?
- Kombiniert Kupfer- und Glasfaseranschlüsse – bietet 1× WAN, 3× LAN und 2× SFP-Ports für Glasfaser- oder zusätzliche Gigabit-RJ45-Verbindungen.
- Trennt einzelne Bereiche des OT-Netzwerks – ermöglicht die Steuerung der Kommunikation zwischen Maschinen, Produktionsnetzwerk und übergeordneten Systemen.
- Hilft bei der Lösung von IP-Adresskonflikten – NAT ermöglicht die Verbindung von Geräten und Netzwerken mit identischer oder sich überschneidender IP-Adressierung.
- Kann in ein bestehendes Netzwerk integriert werden – unterstützt transparenten Bridge-Betrieb sowie Gateway-Betrieb mit NAT und Routing.
- Schützt die industrielle Kommunikation – die Varianten DPI/FW und PRO/FW unterstützen die detaillierte Kontrolle der Protokolle EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus und schützen mithilfe von IPS anfällige Geräte vor bekannten Angriffen, ohne dass diese aktualisiert werden müssen.
- Bietet einen Überblick über angeschlossene Geräte – Asset Discovery & Inventory erkennt und identifiziert Geräte im OT-Netzwerk.
- Vereinfacht die Konfiguration – die Einrichtung erfolgt über eine Weboberfläche mit Assistenten, Diagnosefunktionen und der Möglichkeit, Regeln direkt aus den Firewall-Logs zu erstellen.
Varianten des Anybus Defender 6024
Der Anybus Defender 6024 ist in drei Varianten mit identischer Hardware, aber unterschiedlichem Umfang an Sicherheits- und Netzwerkfunktionen erhältlich:
- NAT/FW – grundlegender Schutz zur Netzwerktrennung, Steuerung der Kommunikation und IP-Adressübersetzung,
- DPI/FW – alle Funktionen von NAT/FW + Kontrolle der industriellen Kommunikation, IPS, Schutz anfälliger Geräte ohne erforderliche Aktualisierung und VPN,
- PRO/FW – alle Funktionen von DPI/FW + erweitertes Routing, Netzwerkverkehrssteuerung, Nutzung mehrerer WAN-Verbindungen und Hochverfügbarkeit.
Vergleich der Anybus Defender Varianten
| Funktion / Anwendungszweck | NAT/FW Grundschutz und Netzwerktrennung |
DPI/FW Erweiterter Schutz industrieller Netzwerke |
PRO/FW Erweiterte Netzwerkfunktionen und Hochverfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| Verbindung von Netzwerken mit unterschiedlichen oder identischen IP-Adressen (NAT 1:1, 1:∞) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Firewall mit Zustandsüberwachung bestehender Verbindungen (Stateful Firewall) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Netzwerkschutz ohne Änderung der IP-Adressen (Transparent / Bridge Mode) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Verwaltung von Sicherheitszertifikaten (Certificate Management) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Zentrale Verwaltung mehrerer Defender (Anybus Cybersecurity Console) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Automatische Erkennung und Inventarisierung von Netzwerkgeräten (Asset Discovery & Inventory) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Ereignisbenachrichtigungen per E-Mail, Syslog, Telegram und Pushover | ✔ | ✔ | ✔ |
| Sicherer Fernzugriff für Benutzer über VPN (Remote Client VPN) | — | ✔ | ✔ |
| Benutzerauthentifizierung über Unternehmenskonten (RADIUS, LDAP / Active Directory) | — | ✔ | ✔ |
| Kontrolle industrieller Kommunikation und einfachere Regelerstellung (DPI für EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus) | — | ✔ | ✔ |
| Schutz anfälliger und älterer Geräte vor bekannten Angriffen ohne erforderliche Aktualisierung (IPS / Virtual Patching – Snort, Suricata) | — | ✔ | ✔ |
| Verbindung von Netzwerken über sichere VPN-Tunnel (WireGuard, OpenSSL, IPsec) | — | ✔ | ✔ |
| Automatische Vergabe von IP-Adressen und Weiterleitung von DHCP-Anfragen (DHCP Server / Forwarding) | — | ✔ | ✔ |
| Zeitgesteuertes Aktivieren und Deaktivieren von Regeln (Rules / Policy Scheduler) | — | ✔ | ✔ |
| Anmeldeseite zur Freigabe des Netzwerkzugriffs (Captive Portal) | — | — | ✔ |
| Erweitertes automatisches Routing zwischen Netzwerken (RIP, BGP) | — | — | ✔ |
| Mehrere Netzwerk- oder Internetverbindungen und Verteilung des Datenverkehrs zwischen ihnen (Load Balancing, Multi-WAN) | — | — | ✔ |
| Steuerung von Priorität und Bandbreite des Netzwerkverkehrs (Traffic Shaping) | — | — | ✔ |
| Backup-Firewall zur Reduzierung von Ausfallzeiten bei einer Störung (High Availability Redundancy) | — | — | ✔ |
Anybus Defender 6024 NAT/FW
Die Variante NAT/FW ist für die Trennung von Maschinen, Produktionslinien und anderen Netzwerksegmenten, die Steuerung der Kommunikation zwischen ihnen und die Lösung von IP-Adresskonflikten vorgesehen.
Sie umfasst eine Stateful Firewall, NAT, Bridge-Betrieb, Zertifikatsverwaltung, Asset Discovery & Inventory sowie Unterstützung für die zentrale Verwaltung. Sie eignet sich für Anwendungen, bei denen genau festgelegt werden muss, welche Geräte und Dienste zwischen den einzelnen Bereichen des OT-Netzwerks kommunizieren dürfen.
Typische Anwendungen sind die Segmentierung mehrerer Produktionsbereiche, die Trennung von Produktions- und Unternehmensnetzwerk oder die Verbindung von Geräten und Netzwerken mit identischen oder sich überschneidenden IP-Adressen.
Anybus Defender 6024 DPI/FW
Die Variante DPI/FW enthält alle Funktionen von NAT/FW und erweitert diese um die detaillierte Kontrolle der industriellen Protokolle EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus. Die Firewall bewertet damit nicht nur IP-Adressen und Ports, sondern kann auch die industrielle Kommunikation selbst kontrollieren.
Der integrierte Datenverkehrsanalysator mit automatischer Lernfunktion hilft dabei, die verwendete industrielle Kommunikation zu erkennen und die Erstellung von Regeln zu vereinfachen. Die IPS-Systeme Snort und Suricata können bekannte Bedrohungen erkennen und beispielsweise ältere PLCs, HMIs und andere anfällige Geräte schützen, ohne dass ein Patch direkt auf dem Gerät installiert werden muss (Virtual Patching).
DPI/FW unterstützt außerdem Remote-VPN-Zugriff, sichere VPN-Tunnel über WireGuard, OpenSSL und IPsec, Benutzerauthentifizierung über RADIUS und LDAP / Active Directory, DHCP-Server und Weiterleitung von DHCP-Anfragen sowie zeitgesteuerte Regeln.
Die Variante DPI/FW eignet sich für Anwendungen, bei denen Netzwerktrennung und normale Kommunikationsfilterung allein nicht ausreichen und zusätzlich eine detailliertere Kontrolle des industriellen Datenverkehrs, der Schutz anfälliger Geräte oder ein sicherer Fernzugriff erforderlich sind.
Anybus Defender 6024 PRO/FW
Die Variante PRO/FW enthält alle Funktionen von DPI/FW und erweitert diese um erweitertes Routing, Netzwerkverkehrssteuerung und Hochverfügbarkeit.
Sie unterstützt die Routing-Protokolle RIPv1, RIPv2 und BGPv4, Load Balancing, Multi-WAN und Traffic Shaping. Dadurch lassen sich Datenwege, die Nutzung mehrerer Netzwerkverbindungen, Bandbreite und Priorität des Netzwerkverkehrs steuern.
Zur Variante PRO/FW gehört außerdem ein Captive Portal, mit dem eine Benutzeranmeldung verlangt werden kann, bevor der Zugriff auf das geschützte Netzwerk freigegeben wird.
Zwei Geräte können im Active-Standby-Hochverfügbarkeitsbetrieb eingesetzt werden. Fällt die aktive Einheit aus, kann der Backup-Defender ihre Funktion übernehmen und so das Risiko einer Unterbrechung der Netzwerkverbindung reduzieren.
Die Variante PRO/FW eignet sich für größere OT-Netzwerke und Anwendungen mit höheren Anforderungen an Verfügbarkeit, Routing, die Nutzung mehrerer Netzwerkpfade und die Steuerung des Netzwerkverkehrs.
Sie wissen nicht, welcher Defender der richtige ist?
Beschreiben Sie uns Ihr Netzwerk und was Sie absichern möchten. Wir empfehlen Ihnen das passende Modell und die passende Variante.
Kupfer- und Glasfaseranschlüsse
Der Anybus Defender 6024 ist mit einem Gigabit-WAN-Port, drei Gigabit-LAN-Ports und zwei SFP-Ports ausgestattet. Insgesamt können damit bis zu sechs physische Netzwerksegmente genutzt werden. Je nach verwendetem Modul können die SFP-Ports für 1-Gbit-Glasfaserverbindungen in Multimode- oder Singlemode-Ausführung oder für zusätzliche Gigabit-RJ45-Verbindungen verwendet werden.
Die LAN-Ports sind separat konfigurierbar. Für geeignete Anwendungen kann einer davon als zweiter WAN-Port konfiguriert werden. Die VLAN-Unterstützung ermöglicht außerdem die Erstellung zusätzlicher logisch getrennter Netzwerksegmente.
Firewall und Trennung des OT-Netzwerks
Der Anybus Defender 6024 verwendet eine Stateful Firewall und ermöglicht die Trennung von Maschinen, Produktionszellen oder ganzen Bereichen der OT-Infrastruktur. Dabei gilt das Prinzip „Was nicht erlaubt ist, ist verboten“. Eingehende und ausgehende Kommunikation wird daher blockiert, sofern sie nicht ausdrücklich durch konfigurierte Regeln freigegeben wurde.
Das Gerät kann beispielsweise zur Trennung von OT- und IT-Netzwerken oder zur Erstellung von Sicherheitszonen und kontrollierten Kommunikationswegen nach den Grundsätzen der IEC 62443 eingesetzt werden.
NAT, Bridge und Routing
Der Anybus Defender 6024 unterstützt sowohl Bridge- als auch Gateway-Betrieb. Im transparenten Bridge-Betrieb können Netzwerkschnittstellen miteinander verbunden und die Kommunikation auf Layer 2 gefiltert werden, ohne die IP-Adressierung der angeschlossenen Geräte ändern zu müssen.
Im Gateway-Betrieb können NAT und Routing genutzt werden. Die vereinfachte NAT-Konfiguration unterstützt einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen oder ganze Subnetze. Der Defender hilft damit beispielsweise beim Anschluss von Maschinen mit sich überschneidender oder konfliktbehafteter IP-Adressierung an ein übergeordnetes Netzwerk.
![]() |
![]() |
Detaillierte Kontrolle der industriellen Kommunikation
Die Varianten DPI/FW und PRO/FW erweitern die grundlegende Firewall um Deep Packet Inspection. Der Defender kann die industrielle Kommunikation über EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus detaillierter analysieren und mithilfe eines Datenverkehrsanalysators mit automatischer Lernfunktion die Erstellung entsprechender Sicherheitsregeln erleichtern.
Zum Funktionsumfang gehört außerdem ein Intrusion Protection System mit den Technologien Snort und Suricata. Das IPS kann beispielsweise ältere PLCs, HMIs und andere anfällige Geräte vor bekannten Angriffen schützen, ohne dass ein Patch direkt auf dem Gerät installiert werden muss (Virtual Patching).
Überblick über Geräte im OT-Netzwerk
Die Funktion Asset Discovery & Inventory erkennt und identifiziert Geräte, die mit OT- und ICS-Netzwerken verbunden sind. Sie nutzt industrielle Protokolle und Methoden, um verfügbare Informationen über Netzwerkgeräte zu ermitteln.
Je nach verfügbaren Daten können Hersteller, Gerätetyp, Softwareversion, Update-Stand und Seriennummer angezeigt werden. Das Ergebnis enthält außerdem eine Bewertung der Identifikationsgenauigkeit. Die Informationen können direkt in der Weboberfläche angezeigt oder optional an die Anybus Cybersecurity Console übertragen werden.
Weboberfläche und Verwaltung
Die Konfiguration des Anybus Defender 6024 erfolgt über die integrierte Weboberfläche. Für gängige Anwendungsszenarien stehen Assistenten, Diagnosewerkzeuge und die Funktion One-Click Easy Rule zur Verfügung, mit der sich eine Regel direkt aus einem Firewall-Log-Eintrag erstellen lässt.
Die Funktion Floating Rules ermöglicht die Verwendung gemeinsamer Regeln über mehrere Schnittstellen hinweg. Für die Integration in übergeordnete Systeme steht eine REST API zur Verfügung. Für Serviceaufgaben ist außerdem der Zugriff auf die CLI über SSH oder die lokale Konsole möglich. Mehrere Anybus Defender Geräte können optional über die zentrale Anybus Cybersecurity Console verwaltet werden.
Online-Dokumentation
Für die Konfiguration und Nutzung der Funktionen des Anybus Defender steht die Online-Dokumentation des Herstellers zur Verfügung. Sie enthält Informationen zu Installation, Firewall-Konfiguration, NAT, DPI, VPN, Routing und weiteren Funktionen je nach Modell und Variante.
Technische Daten
Netzwerkschnittstellen und Anschluss
- WAN: 1× RJ45, Gigabit-Ethernet
- LAN: 3× RJ45, Gigabit-Ethernet
- SFP: 2× SFP für 1-Gbit-Glasfaserverbindungen oder zusätzliches Gigabit-Ethernet über RJ45, abhängig vom verwendeten Modul
- Glasfaseranschluss: LC, Multimode oder Singlemode
- Anzahl physischer Netzwerkschnittstellen: 6
- Zusätzliches WAN: Einer der LAN-Ports kann für geeignete Anwendungen als zweiter WAN-Port konfiguriert werden
- Anschlussart: Bridge oder Gateway
- Netzwerkprotokolle: IPv4 und IPv6
NAT und Firewall
- NAT: Simple NAT Wizard, 1:1 und 1:∞
- NAT-Konfiguration: für einzelne IP-Adressen, mehrere IP-Adressen oder ganze Subnetze
- Firewall-Typ: Stateful Firewall
- Standard-Sicherheitsrichtlinie: Deny by Default – eingehende und ausgehende Kommunikation wird blockiert, sofern sie nicht ausdrücklich freigegeben wurde
- Transparenter Bridge-Betrieb: Filterung der Kommunikation zwischen verbundenen Schnittstellen auf Layer 2
- Zertifikatsverwaltung: ja
Asset Discovery & Inventory
- Funktion: Erkennung, Abfrage und Identifikation von Geräten im OT-/ICS-Netzwerk
- Ermittelte Informationen: je nach Verfügbarkeit Hersteller, Gerätetyp, Softwareversion, Update-Stand und Seriennummer
- Bewertung der Identifikationsgenauigkeit: ja
- Anzeige der Daten: in der Weboberfläche oder optional über die Anybus Cybersecurity Console
Konfiguration und Verwaltung
- Konfiguration: integrierte Weboberfläche
- Einrichtungsassistenten: ja, für gängige Anwendungsszenarien
- One-Click Easy Rule: Erstellung einer Regel direkt aus einem Firewall-Log-Eintrag
- Floating Rules: gemeinsame Regeln, die über mehrere Schnittstellen hinweg angewendet werden können
- Diagnose: Werkzeuge zur Diagnose und Analyse des Netzwerkverkehrs
- REST API: ja
- CLI: SSH oder lokale Konsole für Serviceaufgaben
- Zentrale Verwaltung: optional über die Anybus Cybersecurity Console
Monitoring und Benachrichtigungen
- Benachrichtigungen: E-Mail, Syslog, Telegram Messenger und Pushover
- ARP-Monitoring: über die API verfügbar
- Bandbreiten-Monitoring: über die API verfügbar
- NetFlow: optionale Integration
Funktionen der Variante NAT/FW
- Simple NAT Wizard, 1:1 und 1:∞ NAT: ja
- Stateful Firewall: ja
- Transparenter Bridge-Betrieb: ja
- Zertifikatsverwaltung: ja
- Asset Discovery & Inventory: ja
- Zentrale Verwaltung: Unterstützung der optionalen Anybus Cybersecurity Console
- Benachrichtigungen: E-Mail, Syslog, Telegram Messenger und Pushover
Erweiterte Funktionen der Varianten DPI/FW und PRO/FW
- Remote Client VPN: ja
- Benutzerauthentifizierung: RADIUS und LDAP/Active Directory
- Deep Packet Inspection (DPI): detaillierte Kontrolle unterstützter industrieller Kommunikation
- Unterstützte industrielle DPI-Protokolle: EtherNet/IP CIP, Siemens TCP/IP und Modbus
- Datenverkehrsanalysator mit automatischer Lernfunktion: ja
- IPS: Snort und Suricata
- Virtual Patching: ja
- VPN: WireGuard, OpenSSL und IPsec
- DHCP: DHCP-Server und DHCP-Forwarding
- Zeitplanung von Regeln: nach Datum, Uhrzeit oder Dauer
Erweiterte Funktionen der Variante PRO/FW
- Captive Portal: ja
- Routing-Protokolle: RIPv1, RIPv2 und BGPv4
- Load Balancing: ja
- Multi-WAN: ja
- Traffic Shaping: ja
- High Availability Redundancy: ja
Stromversorgung
- Versorgungsspannung: 24 VDC
- Maximale Stromaufnahme: 1.100 mA bei 24 VDC
- Maximale Leistungsaufnahme: 26,4 W
Mechanische und Betriebsdaten
- Abmessungen einschließlich Anschlüsse: 140,4 × 69,6 × 179,7 mm
- Gewicht: 1.270 g
- Gehäusematerial: Metall
- Kühlung: passiv, lüfterlos
- Schutzart: IP20
- Betriebstemperatur: 0 bis +50 °C bei voller CPU-Auslastung, bis zu +60 °C bei typischer Auslastung
- Relative Luftfeuchtigkeit: 0–85 %, nicht kondensierend
- Montage: DIN-Schiene gemäß EN 50022
Zertifizierungen und Konformität
- Zertifizierungen und Konformität: CE und RoHS 2011/65/EU
Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Anybus Defender 6024
Einsatz und Anschluss
Was ist der Anybus Defender 6024 und wofür wird er eingesetzt?
Der Anybus Defender 6024 ist eine industrielle Firewall und ein Sicherheitsrouter zur Trennung und zum Schutz von Maschinen, Produktionslinien und anderen Bereichen des OT-Netzwerks. Er wird zur Netzwerksegmentierung, Steuerung der Kommunikation, Lösung von IP-Adresskonflikten und je nach Variante auch zur detaillierten Kontrolle industrieller Protokolle, für VPN und erweiterte Netzwerkfunktionen eingesetzt.
Wie lassen sich Kupfer- und Glasfaserbereiche eines Produktionsnetzwerks über eine einzige industrielle Firewall verbinden?
Der Anybus Defender 6024 verfügt über 1× WAN- und 3× LAN-RJ45-Ports sowie 2× SFP-Ports. Je nach verwendetem Modul können die SFP-Ports für 1-Gbit-Glasfaserverbindungen in Multimode- oder Singlemode-Ausführung oder für zusätzliche Gigabit-Verbindungen über RJ45 verwendet werden. Insgesamt lassen sich damit bis zu 6 physische Netzwerksegmente und über VLAN zusätzliche logische Segmente erstellen.
Wie können Maschinen vom Unternehmensnetzwerk getrennt und nur die erforderliche Kommunikation zugelassen werden?
Der Anybus Defender 6024 verwendet eine Stateful Firewall und das Prinzip Deny by Default. Kommunikation, die nicht ausdrücklich durch Firewall-Regeln freigegeben wurde, wird blockiert. Dadurch können zwischen den einzelnen Bereichen des Netzwerks nur die tatsächlich erforderlichen Verbindungen zugelassen werden.
Wie kann ein bestehendes Netzwerk nachträglich abgesichert werden, ohne die IP-Adressen der Geräte zu ändern?
Der Anybus Defender 6024 kann im transparenten Bridge-Betrieb eingesetzt werden. Netzwerkschnittstellen können auf Layer 2 miteinander verbunden und die Kommunikation zwischen ihnen gefiltert werden, ohne die IP-Adressierung der angeschlossenen PLCs, HMIs und anderen Geräte ändern zu müssen.
Wie lassen sich mehrere Netzwerkschnittstellen zur Trennung von Bereichen des Produktionsnetzwerks nutzen?
Der Anybus Defender 6024 bietet 6 physische Netzwerkschnittstellen und unterstützt VLANs. Einzelne Schnittstellen oder logische VLAN-Segmente können zur Trennung von Maschinen, Produktionszellen und anderen Bereichen des OT-Netzwerks verwendet werden. Die Kommunikation zwischen ihnen lässt sich anschließend über Firewall-Regeln steuern.
Wie kann eine zweite WAN-Verbindung bei einer industriellen Firewall genutzt werden?
Der Anybus Defender 6024 verfügt über separat konfigurierbare Netzwerkschnittstellen. Je nach Netzwerkszenario kann eine der LAN-Schnittstellen als zusätzliche WAN-Schnittstelle konfiguriert werden. Die Variante PRO/FW bietet zusätzlich Multi-WAN und Load Balancing für die Nutzung mehrerer Verbindungen.
Auswahl der Variante nach Anwendungsfall
Was ist der Unterschied zwischen den Varianten Anybus Defender 6024 NAT/FW, DPI/FW und PRO/FW?
Anybus Defender 6024 NAT/FW bietet NAT, eine Stateful Firewall, Routing und transparenten Bridge-Betrieb. DPI/FW ergänzt Deep Packet Inspection industrieller Protokolle, IPS, VPN und weitere Sicherheitsfunktionen. PRO/FW erweitert den Funktionsumfang zusätzlich um erweiterte VPN- und Routing-Funktionen, Load Balancing, Multi-WAN, Traffic Shaping und Hochverfügbarkeit.
Wie lassen sich gleiche oder sich überschneidende IP-Adressen bei mehreren Maschinen lösen?
Der Anybus Defender 6024 unterstützt NAT für einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen und ganze Subnetze. NAT kann beispielsweise beim Anschluss mehrerer Maschinen mit identischer oder sich überschneidender IP-Adressierung verwendet werden, ohne die Adressen direkt in PLCs, HMIs oder anderen Geräten ändern zu müssen.
Wie lässt sich nicht nur nach IP-Adressen und Ports, sondern auch nach industrieller Kommunikation filtern?
Der Anybus Defender 6024 unterstützt in den Varianten DPI/FW und PRO/FW Deep Packet Inspection industrieller Protokolle. Die Firewall kann dadurch nicht nur IP-Adressen und Ports, sondern auch die industrielle Kommunikation selbst kontrollieren. Der Datenverkehrsanalysator kann aus der tatsächlichen Kommunikation lernen und die Erstellung entsprechender Regeln erleichtern.
Wie können ältere PLCs oder HMIs geschützt werden, die nicht mehr aktualisiert werden können?
Der Anybus Defender 6024 enthält in den Varianten DPI/FW und PRO/FW die IPS-Systeme Snort und Suricata und unterstützt Virtual Patching. Die Firewall kann dadurch bekannte Methoden zur Ausnutzung von Schwachstellen blockieren, bevor sie das geschützte PLC, HMI oder andere Gerät erreichen.
Wie lässt sich ein sicherer Fernzugriff auf eine Maschine oder ein Produktionsnetzwerk bereitstellen?
Der Anybus Defender 6024 unterstützt in den Varianten DPI/FW und PRO/FW VPN für sicheren Fernzugriff. Der Defender kann als VPN-Server arbeiten und entfernten Benutzern nur den Zugriff auf die benötigten Bereiche des OT-Netzwerks entsprechend den konfigurierten Firewall- und Zugriffsregeln ermöglichen.
Wie kann einem externen Techniker Fernzugriff nur für einen begrenzten Zeitraum gewährt werden?
Der Anybus Defender 6024 ermöglicht in den Varianten DPI/FW und PRO/FW die zeitliche Planung von Regeln nach Datum, Uhrzeit oder Dauer. Der Zugriff eines externen Technikers oder eine bestimmte Kommunikationsregel kann dadurch nur für den gewünschten Zeitraum freigegeben werden.
Wann ist die Variante Anybus Defender 6024 PRO/FW geeignet?
Der Anybus Defender 6024 PRO/FW eignet sich für Anwendungen, bei denen neben Firewall, NAT, DPI und IPS auch erweiterte VPN- und Routing-Funktionen, Load Balancing, Multi-WAN, Traffic Shaping oder Hochverfügbarkeit benötigt werden. Er eignet sich daher besonders für komplexere OT-Netzwerke und die Verbindung mehrerer Standorte.
Firewall, NAT und Verkehrssteuerung
Welche NAT-Möglichkeiten bietet die industrielle Firewall Anybus Defender 6024?
Der Anybus Defender 6024 unterstützt NAT für einzelne IP-Adressen, mehrere Adressen und ganze Subnetze. Die vereinfachte NAT-Konfiguration erleichtert die Verbindung getrennter Netzwerke und die Lösung von Situationen mit identischer oder sich überschneidender IP-Adressierung.
Warum blockiert die Firewall die Kommunikation, obwohl keine Freigaberegeln vorhanden sind?
Der Anybus Defender 6024 arbeitet nach dem Prinzip Deny by Default. Das Entfernen von Regeln bedeutet daher nicht, dass die gesamte Kommunikation freigegeben wird – Datenverkehr ohne entsprechende Freigaberegel bleibt blockiert. Dies gilt beispielsweise auch für ICMP-Datenverkehr, der vom Ping-Befehl verwendet wird.
Wie werden Regeln für die industrielle Firewall erstellt?
Der Anybus Defender 6024 wird über die integrierte Weboberfläche konfiguriert. Mit der Funktion One-Click Easy Rule lässt sich eine Regel direkt aus einem Firewall-Log-Eintrag erstellen. Floating Rules können als gemeinsame Regeln für mehrere Schnittstellen verwendet werden.
Wie lässt sich der Datenverkehr über mehrere WAN-Verbindungen steuern?
Der Anybus Defender 6024 PRO/FW unterstützt Multi-WAN und Load Balancing für die Nutzung mehrerer Netzwerkverbindungen. Zusätzlich stehen erweiterte Routing-Funktionen einschließlich der Protokolle RIPv1, RIPv2 und BGPv4 zur Verfügung.
Wie lässt sich wichtiger Netzwerkverkehr priorisieren?
Der Anybus Defender 6024 PRO/FW unterstützt Traffic Shaping. Damit lässt sich die Bandbreitennutzung steuern und wichtigere Netzwerkkommunikation priorisieren.
Wie lässt sich die Netzwerkverfügbarkeit bei Ausfall der industriellen Firewall sicherstellen?
Der Anybus Defender 6024 PRO/FW unterstützt High Availability Redundancy. Zwei Defender können als Active-Standby-Paar betrieben werden, wobei das Standby-Gerät bei Ausfall der Haupteinheit deren Aufgabe übernimmt. Diese Lösung ist für Netzwerke vorgesehen, in denen eine hohe Verfügbarkeit der Kommunikation erforderlich ist.
VPN und Fernzugriff
Wie lässt sich ein eigenes VPN für den Fernzugriff auf ein Produktionsnetzwerk erstellen?
Der Anybus Defender 6024 kann in den Varianten DPI/FW und PRO/FW als VPN-Server eingesetzt werden. Entfernte Benutzer oder Geräte können sich über einen sicheren VPN-Tunnel verbinden. Anschließende Firewall-Regeln legen fest, auf welche Geräte und Netzwerke sie zugreifen dürfen.
Wie lässt sich der Anybus Defender über ein eigenes VPN mit einem Ewon Flexy oder Cosy+ Router verbinden?
Der Anybus Defender 6024 kann in den Varianten DPI/FW und PRO/FW als OpenVPN-Server eingesetzt werden, mit dem sich ein Ewon Flexy oder Cosy+ verbinden kann. Dadurch lässt sich ein eigenes VPN-Netzwerk zwischen dem Defender und entfernten Maschinen erstellen und der Zugriff darauf mithilfe der Defender-Regeln steuern.
Netzwerkübersicht und Verwaltung
Wie lässt sich feststellen, welche Geräte mit dem OT-Netzwerk verbunden sind?
Der Anybus Defender 6024 bietet die Funktion Asset Discovery & Inventory zur Erkennung und Identifikation von Geräten in OT-/ICS-Netzwerken. Je nach verfügbaren Daten kann sie beispielsweise Hersteller, Gerätetyp, Softwareversion und Update-Stand ermitteln und gibt außerdem eine Bewertung der Identifikationsgenauigkeit aus.
Wie wird die industrielle Firewall Anybus Defender 6024 konfiguriert?
Der Anybus Defender 6024 wird über die integrierte Weboberfläche konfiguriert. Für typische Anwendungsszenarien stehen Assistenten, Firewall-Logs und Diagnosewerkzeuge zur Verfügung. Für die Integration ist eine REST API verfügbar, für Serviceaufgaben außerdem eine CLI über SSH oder die lokale Konsole.
Wie können mehrere industrielle Anybus Defender Firewalls zentral verwaltet werden?
Mehrere Anybus Defender Geräte können optional von einem zentralen Ort aus über die Anybus Cybersecurity Console verwaltet werden. Die zentrale Verwaltung eignet sich insbesondere beim Einsatz von Defendern an mehreren Maschinen, Produktionslinien oder Standorten.
Highlighted items are mandatory.



